Direkt zum Hauptbereich

Ski-O Simulation zu Hause

Corona-Quarantäne und die Ski-O-Saison steht bevor!

Der Lock-Down und unter Umständen sogar ein Quarantänebescheid haben unsere Trainingsmöglichkeiten deutlich eingeschränkt. Doch der Winter kommt bestimmt. Ich durfte sogar bei meinem REHA-Aufenthalt im NRZ Rosenhügel in Wien 4 Wochen lang das sehr beengte Areal nicht verlassen.

Aber ich war dennoch in einigen bekannten Ski-O-Gebieten in Österreich und habe „dort trainiert“, denn in Vorahnung, was mich erwartet, war ich gut vorbereitet:

Man nehme einige Ski-O-Karten aus dem Karten-Abo. Entweder mit eingezeichneten Wettkampf-Bahnen oder man übt sich gleich im Bahnplanen und zeichnet selbst gefinkelte Bahnen ein.

Für das Krafttraining mit Visualisierung nimmt man 2 Therabänder, die man an einem Geländer befestigt zum Armziehen. Diese sollten 2 verschiedene Stärken haben (zB rot für den Armzug bergauf und blau für die Ebene).



Die Musterkarte auf einer Seite ablegen, auf der anderen Seite ein Block mit weißem Papier und ein Kugelschreiber.

Und schon kann es losgehen. Zuerst studiert man die Strecke vom Start zu Posten 1, strukturiert und merkt sich diese und beginnt mit dem Armzug.

Musterkarte Ski-O Simulationstraining


Je nach Spurbreite und Steigung wählt man einerseits den Armtakt, das Tempo von Armzug und Schritten, den Beinrhythmus und die Stärke des Therabandes.

Also zB bei einer Strecke bergauf rotes Band und 1er-Takt, in der Ebene evtl. Doppelstock mit dem blauen Band und bei Abfahrten langes Verhalten in der Abfahrtshocke. Dazu visualisiert man die geplante Strecke mit allen markanten Punkten und Abzweigungen, bis man beim Posten angelangt ist. Dabei kann man sogar das Übertrippeln von ruppiger Spur oder Stapfen im Schnee sowie die Gewichtsverlagerung und den Ansatz des Umsteigens in scharfen Kurven simulieren.

Nun nimmt man den Block und zeichnet die gelaufene Strecke als grobe Skizze ein und schon geht es ans Studium der nächsten Teilstrecke.


Achtung: da man ja auf den Teilstrecken nicht die Karte mitchecken kann, sollte man beim Posten auch schon die Ablaufroute vom nächsten Posten mitstudieren, dass man nicht mental Postenstopps eintrainiert.

Für alle, die derzeit nicht in die Halle, auf Schiroller oder auf die Berge kommen viel Spass bei dieser Art von mentalem Krafttraining.

OL-Doc Michael Wendler

 


 


Kommentare

Beliebte Postbeiträge

Ernährung als Basis des sportlichen Erfolgs

Wer im Training und im Wettkampf Höchstleistungen abrufen möchte, sollte sich bewusst sportspezifisch ernähren. Wie das am besten funktioniert, erklärte Mag. Isabella Grabner-Wollek , als Ernährungswissenschafterin für Leistungssport Austria tätig, bei einem Webinar für die ÖFOL-Kader-Athletinnen/Athleten, Eltern der Nachwuchssportler und interessierte Hobbysportler/innen. Mehr als 30 Personen nahmen an dem Onlinetermin (30. April 2020) teil. Hier sind die wichtigsten Informationen kurz zusammengefasst. Vor dem Training Steht ein Training an, so sollte man mit gut gefüllten Spcichern starten. 1. Flüssigkeit 2-4 Stunden vor der Belastung sollte man 5-10 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht zu sich nehmen. 10 Minuten vor der Belastung sollte man weitere 150 ml Flüssigkeit trinken. Die Getränke sollten Salz enthalten, weil dadurch die Flüssigkeit besser aufgenommen wird und der Salzverlust durch Schwitzen bereits vorbeugend ausgeglichen wird. Geeignet sind: Wasser Stilles Mi

OL-Technik: Darauf kommt es an!

Um die Schnelligkeit geht’s beim Orientierungslauf natürlich AUCH . Viel wichtiger ist aber die präzise OL-Technik . Und die lässt sich systematisch trainieren. Zum Beispiel durch Perfektionierung im Kartenlesen. Oder durch richtige Anwendung unterschiedlicher Orientierungstechniken. Worauf es beim Kartenlesen ankommt, haben Uwe Dresel, Heinz Helge Fach und Roland Seiler in ihrem Buch „Orientierungslauf-Training“ (© Meyer & Meyer Verlag, 2008) beschrieben. Sie unterteilen die Grundtechnik „Kartenlesen“ als „leistungsbegrenzenden Faktor“ beim Orientierungslauf in folgende drei Bereiche: Hilfstechniken Richtungsbestimmung (mit oder ohne Kompass) Distanzbestimmung (Distanzgefühl, Schritte zählen) Unterstützende Techniken Handhabung der Karte (Karte klein falten, Daumen auf Standort, Karte mitdrehen…) Einnorden der Karte (mit Kompass oder nach dem Gelände) Handhabung des Kompasses Entlastungstechniken Kartengedächtnis (Speicherung von Karteninformation verbal oder

Training als Beitrag zur Gesundheit

Unter dem Titel "Warum man derzeit anders trainieren sollte" wurde am 10. Jänner 2021 ein interessanter Beitrag auf ORF.at veröffentlicht. Sportwissenschaftlerin Miriam Biritz-Wagenbichler erklärt im Gespräch mit ORF.at, wie man speziell während der Coronavirus-Pandemie trainieren sollte. Mäßiges Training verringere die Anfälligkeit für eine Infektion.  Die Sportwissenschaftlerin empfiehlt, im aeroben Belastungsbereich zu trainieren und z. B. beim Laufen ein Tempo zu wählen, bei dem Nasenatmung noch möglich ist. Biritz-Wagenbichler erklärt in dem Beitrag auch, warum ein begleitendes Krafttraining wichtig ist, warum man sich vor dem Sport immer aufwärmen sollte, und was es mit dem "Muskelkater" auf sich hat: Link zum ORF-Bericht:  https://orf.at/stories/3193335/